Holzsymposion, © Bernd Rommerskirchen

Kunst im Einklang mit der Natur

Das Symposion Weißenseifen ist eine Inspirationsquelle für BildhauerInnen. Eine spirituell motivierte Künstlersiedlung in der Schönecker Schweiz wird zum Ort für Fantasie und Form.

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Vier Sommerwochen lang erklingt im sonst stillen Wald zwischen Hersdorf und Wallersheim alles, was mit kreativem Schaffen zu tun hat: Es wird gelacht und geredet, gehämmert und geschweißt, musiziert und gemalt. Von Mitte Juli bis Mitte August findet in der Künstlerkolonie Weißenseifen seit 1974 ein Symposion statt, in dem sich oft über hundert Menschen zusammenfinden, um ihrer künstlerischen Neigung freien Ausdruck zu geben, sich auszutauschen und neue Seiten an sich zu entdecken. Es kommen erfahrene, professionell arbeitende Kunstschaffende ebenso wie Laien. Gegründet wurde das Symposion vom Bildhauer, Maler und Zeichner Albrecht Klauer-Simonis. Er starb 2002. Seitdem ist seine Lebensgefährtin Christiane Hamann, eine renommierte Galeristin und Kunsttherapeutin, die Ansprechpartnerin der weit über die Grenzen der Eifel hinaus anerkannten künstlerischen Bildungsstätte. Bis heute ist sie hier Dozentin. Träger ist der Förderkreis Symposion Weißenseifen e.V. 

Das Soziale mit der Kreativität verbinden 

Das Umfeld des Symposions könnte inspirierender nicht sein. Die Waldlichtung an der Grenze zwischen Eifelkreis und Vulkaneifelkreis ist nur über eine gewundene einspurige Landstraße und einen Stichweg hinein erreichbar. Unter alten Bäumen und ins Wiesengrün fügen sich verstreut liegende kleine Häuser harmonisch in die Natur ein, deren Formen die anthroposophische Herkunft der Gründungszeit verraten. Mächtige Skulpturen aus dem rötlichen Buntsandstein der Südeifel verbinden sich im Areal zu einem frei zugänglichen Kunstpark. Zum Ensemble gehören in einem hölzernen Bau die „Galerie am Pi“ und ein Café. Herzstück ist ein weiter Platz mit Feuerstelle und festem Waldboden, an dem man in aller Seelenruhe innehalten oder anderen Menschen begegnen kann. Erhalten ist das Haus der Malerin Antonia Berning, einer Weggefährtin von Joseph Beuys. 

Kurse unter freiem Himmel 

Das jährliche Symposion Weißenseifen ist nicht nur Gelegenheit für künstlerischen Ausdruck, sondern auch für ein gemeinschaftliches Erleben. Mahlzeiten können gemeinsam eingenommen werden, Übernachtungen im Zelt auf dem Gelände sind möglich oder aber die Kunstschaffenden nehmen Gästezimmer in den umliegenden Dörfern. Wer selbst kein künstlerisches Equipment mitbringt, kann Material und Werkzeuge vor Ort erwerben oder ausleihen. Das Symposion wird flankiert von Gesprächen am Lagerfeuer, von Filmabenden in der Galerie und von geleiteten Kursen zu künstlerischen Techniken: Bildhauerei in Stein und Holz, Zeichnen, Arbeiten in Ton, Holzschnitt, Aquarell und Papierschöpfen. In allen Disziplinen ist freies Arbeiten möglich. Eingebettet ist das Symposion in den Kultursommer Rheinland-Pfalz. Der gemeinnützige Förderkreis des Symposions integriert sich auch in die Arbeit der Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen e.V. und in der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz e.V. 

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Christiane Hamann, © Michael Wihr

Weißenseifen ist ein sehr offener Ort. Wir haben hier nichts ‚Abgehobenes‘, sondern es zeigt sich, dass Kunst etwas sehr Soziales ist

Christiane Hamann - Dozentin Symposion Weißenseifen

Symposion Weißenseifen

Alte Bitburger Straße 3
54614 Schönecken
Telefon: +49 6553 86 73 289

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