Aktivkohle, © Carbon Service Consulting

Aktivkohle für den technischen Umweltschutz

Kreislaufwirtschaft ist ein großes Thema bei der Carbon Service & Consulting GmbH & Co. KG in Vettweiß. Aktivkohle zu recyceln ist ein Unternehmensschwerpunkt. Jede regenerierte Tonne Aktivkohle bedeutet weniger Abbau von Kohle und weniger Abfall.

Wie gelingt es einer Müllverbrennungsanlage, Quecksilber aus den Abgasen zu entfernen, wie können aus Wasser die Mikroschadstoffe gefiltert werden? Wenn es darum geht, Luft, Gas und Wasser von schädlichen Stoffen zu reinigen, ist die Carbon Service & Consulting GmbH & Co. KG die erste Adresse für Unternehmen - europaweit. Denn mit ihrer Aktivkohle sorgen sie genau dafür. 2002 gründete Dr. Wolfgang Esser-Schmittmann in Vettweiß das Unternehmen, Dipl.-Ing Simone Schmitz verstärkte 2003 die Unternehmensleitung. Er sei damals in eine Lücke gestoßen, erzählt Esser-Schmittmann. Früher hätten große Industriefirmen eigene Abteilungen gehabt, die sich um die firmeneigenen Anlagen zum Reinigen von Luft und Wasser kümmerten. Doch diese seien mehr und mehr outgesourct worden. Mit seiner langjährigen Expertise im Aktivkohlemarkt hat sich der Firmengründer entschlossen, in die Selbständigkeit zu starten. In Vettweiß wurde ein passender Produktionsstandort gefunden.

Können flexibel agieren

Carbon Service hat sich auf Großverbraucher spezialisiert und beliefetn in ganz Europa Industriebetriebe mit der passenden Aktivkohle. Spezialprodukte werden auch schon mal außerhalb Europas verkauft. „Die Beratung der Firmen ist ein Großteil unserer Arbeit“, erklärt Esser-Schmittmann. Die Mitarbeiter schauen sich die Verfahren der Betriebe genau an, um dann die passenden Produkte anbieten zu können. „Als Mittelständler können wir sehr flexibel agieren“.

Wer zu Hause einen Wasserfilter im Einsatz hat, benutzt Aktivkohlen ebenso wie Großbetriebe. „Das Prinzip ist das Gleiche“, erläutert Dr. Sonja Schmittmann das Verfahren. Aus dem Wasser – wie beim Beispiel Wasserfilter – sollen Schadstoffe gefiltert werden. Gleiches soll auch bei der Luft- und Gasreinigung passieren. „An der Oberfläche der Aktivkohle lagern sich die Schadstoffe ab. Welche Aktivkohle zum Einsatz kommt und welche Porenstruktur sie haben muss, müssen wir herausfinden. Dafür untersuchen wir die Prozesse bei den Unternehmen und können dann das passende Produkt anbieten“.

Es sind komplexe Verfahren, die analysiert werden müssen. Die rund 50 Mitarbeiter müssen sich mit ganz unterschiedlichen Anforderungen auskennen. Müllverbrennungsanlagen, Stahlwerke, Kläranlagen – sie alle müsse ihre Grenzwerte in der Luft-, Gas- und Wasserreinigung einhalten.

Aktivkohle wird recycelt

Carbon Service geht jedoch noch einen Schritt weiter und hat sich viele Gedanken gemacht, wie bei diesem energieintensiven Produktionsprozess nachhaltiger gearbeitet werden kann. Dazu zählt auch, Aktivkohle zu recyceln. „Früher sei die gebrauchte Aktivkohle als Sondermüll entsorgt worden, wir machen mittels eines von uns entwickelten Verfahrens daraus wieder einen Rohstoff“, erklärt Dr. Wolfgang Esser-Schmittmann den Kreislauf. Mit jeder regenerierten Tonne Aktivkohle muss weniger Kohle abgebaut werden: 5 Tonnen weniger Aktivkohle bedeuten 30-50 Tonnen weniger Abraum. Außerdem kann dadurch CO2 eingespart werden: Wenn 10.000 Tonnen pro Jahr verbrauchte Aktivkohle recycelt werden, können rund 17.000 Tonnen pro Jahr CO2 eingespart werden.  Zudem produziert das Unternehmen Aktivkohleprodukte auf der Basis von Holz, biogenen Rohstoffen wie Kokosschalen und aus Regeneraten.

Negative CO2-Bilanz

Aktivkohle herzustellen ist ein energieintensiver Prozess. Nachhaltigkeit liegt der Geschäftsleitung sehr am Herzen. Daher wurde eine große Photovoltaikanlage auf den Dächern der Lagerhallen installiert. „Unsere CO2-Bilanz ist negativ“, ist Dr. Wolfgang Esser-Schmittmann stolz.

Simone Schmitz hat sich inzwischen in den Ruhestand verabschiedet und auch Wolfgang Esser-Schmittmann will sich langsam zurückziehen. Nun ist die nächste Generation am Zuge: Tochter Dr. Sonja Schmittmann ist in die Geschäftsleitung eingestiegen und wird den Betrieb übernehmen.

Vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten

Die Arbeitsgebiete bei Carbon-Service sind zwar komplex aber auch abwechslungsreich und vielfältig. Dadurch hat sich eine große Expertise rund um das Thema Aktivkohle entwickelt. „Wir sind aber immer auf der Suche nach kreativen Köpfen, die sich gerne in unser komplexes Themenfeld einarbeiten. Interessierte finden auf unserer Webseite alle notwendigen Informationen – auch über junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, freuen wir uns“, sagt Dr. Sonja Schmittmann.

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Dr. Sonja Schmittmann, © Carbon Service Consulting

Wir arbeiten jeden Tag daran, das Produkt Aktivkohle grüner und nachhaltiger zu gestalten, und zwar von der Herstellung über den Einsatz bis zur Entsorgung.

Dr. Sonja Schmittmann - Geschäftsleitung

Carbon Service & Consulting GmbH & Co. KG

Im Hasenfeld 12
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Telefon: +49 02424 20 123 00

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