Christen-Laudon: Werk, © Christen-Laudon

Großes für den Weltmarkt

Der Hidden Champion Christen und Laudon mit Sitz im Eifeldorf Malbergweich ist Spezialist für riesige Behälter, Rohre und Apparate. Die individuell gefertigten Kunststoff-Kolosse von bis zu 5 Metern Durchmesser und über 20 Meter Länge gehen von hier aus in die ganze Welt.

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Weshalb bestellt ein chinesischer Anlagenbauer für ein Projekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten beim Eifeler Spezialisten riesige Kunststoff-Großbehälter? „Klar könnten die Chinesen solche Tanks auch selbst produzieren“, verrät Geschäftsführer Peter Epp. „Doch beim Auftraggeber des Anagenbauers setzt man auf das langjährige Vertrauen und die Qualität von Christen & Laudon“. Und so werden die fertig produzierten Tanks zunächst mit LKW-Schwertransportern über die gute Autobahnanbindung in den Rotterdamer Hafen transportiert – und von dort auf dem Seeweg nach Abu Dhabi.

Mit langer Erfahrung an die Weltmarktspitze

„Es gibt nur ganz wenige Hersteller in Deutschland, die Behälter in solcher Größe und Qualität produzieren können. Und auch weltweit ist die Konkurrenz in dem Segment rar“, weiß Epp. Angefangen hat Firmengründer Theodor Vanck mit der Produktion von Weintanks. Immer wieder passte sich das Unternehmen den aktuellen Märkten und Nachfragen an: Ende der 60er Jahre waren es Heizöltanks, in den 70er Jahren Schüttgutsilos, in den 90ern produzierte man Behälter und Rohre für Kraftwerke. Heute werden auf dem großen Firmengelände neben Behältern und Großrohren auch Apparate und Sonderlösungen aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt. Das individuell gefertigte Programm reicht von Lagerbehältern für Trockenware, Chemikalien oder Gülle über Abluftleitungen mit 5 Meter Durchmesser bis zu Bauteilen für namhafte Anlagenbauer. Dabei ist kein Teil wie das andere, jedes wird von den firmeneigenen Entwicklern an Anforderungen der späteren Inhalte in Sachen Druck oder Säureschutz angepasst. Im Laufe der Jahre haben sich so Knowhow und Technik im Unternehmen immer weiterentwickelt.

Forschung im Verbund

Christen & Laudon sucht für den Austausch und die Weiterentwicklung den engen Draht zu Forschungseinrichtungen wie der Trierer Hochschule und vernetzt sich innerhalb der Branche. Seit Jahren engagieren sich die Eifeler im Bundesverband AVK, in dem Industrievertreter für Faserverbundstoffe zusammengeschlossen sind, die Produkte für ganz unterschiedliche Segmente wie Automotive, Luft- und Raumfahrt, Schiffbau oder Windenergie herstellen. In Arbeitskreisen forschen sie gemeinsam mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut an Trends und Innovationen. Gearbeitet wird beispielsweise an nachhaltigen Themen wie Recyclingfähigkeit der Composites oder Einsatz von Naturfasern.

Auch im Unternehmen wird viel getestet und experimentiert – oft in enger Partnerschaft mit dem Kunden. Im hausinternen Labor werden beispielsweise Drucktests und Analysen verschiedener Verbundsysteme durchgeführt, um Top-Qualität zu gewährleisten. Wie lange Tanks halten? „Bei vielen Winzern findet man heute noch unsere Behälter aus den Firmenanfängen“, so Epp. Um die lange Lebensdauer kümmert sich das Serviceteam des Unternehmens. Vor allem Behälter mit extremen Inhalten wie Chemikalien oder Säuren müssen die Innenbeschichtungen – die so genannten Inlays – im gewissen Turnus vor Ort erneuert werden.

Mitarbeiter sind das A und O

Der Chef von 110 Mitarbeitern weiß um die besondere Bedeutung seines Teams für den Firmenerfolg. Daher legt Peter Epp neben der guten Aus- und Weiterbildung seiner Fachkräfte zu Verfahrensmechanikern in Kunststoff- und Kautschuktechnik auch ein besonderes Augenmerk auf die Qualifizierung von Quereinsteigern. „Gute Handwerker wie Schreiner, Schlosser oder Stuckkateure haben nach der Absolvierung unseres internen Qualifizierungsprogrammes und externer Seminare bei uns gute Aufstiegschancen“. Und gute Mitarbeiter werden dringend benötigt, denn in den kommenden Jahren gehen viele langjährige Kollegen in den Ruhestand. Über Traineeprogramme werden frühzeitig junge Nachfolger in die Verantwortung übernommen. Ohnehin legt Epp, der seit 2018 das Unternehmen leitet, viel Wert auf ein gutes Miteinander und einen kooperativen Führungsstil. „Ich binde die Mitarbeiter in unterschiedlichen Teams ein, um Abläufe und Prozesse zu gestalten.“ Und auch mit dem Betriebsrat pflege man eine sehr gute Zusammenarbeit. Dieses gute Miteinander ziehe sich wie ein roter Faden vom Azubi bis zu der Gesellschafterfamilie Laudon, zu denen man einen kurzen Draht und volle Rückendeckung habe. Beste Voraussetzungen also, um auch in Zukunft von Malbergweich aus Großes in die Welt zu bewegen.

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Portrait Peter Epp, © Christen-Laudon

Der Wert unseres Unternehmens steckt in den Köpfen unserer Mitarbeiter. Daher hat die Mitarbeiterführung und -förderung bei uns einen hohen Stellenwert.

Peter Epp - Geschäftsführer Christen & Laudon GmbH

Christen & Laudon GmbH

Staffelstein
54655 Malbergweich
Telefon: + 49 (0) 6563 51- 0

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