Was der cleverste Bauer erntet
Der Kartoffelhof Landvogt in Gering kann auf die fruchtbaren Böden des Maifeldes vertrauen. Die richtige mineralreiche Mischung aus Lehm und verwittertem Schiefer macht’s. Hier gedeihen Kartoffeln, Kürbisse, Zwiebeln und mehr. Mit seiner Direktvermarktung und Anbindung an lokale Supermärkte stärkt der Hof die regionale Wertschöpfung. Das ist den EIFEL Award 2025 wert!
Rings um den Hof der Familie Landvogt strahlen die sanft gewellten Felder ein Gefühl von Weite aus. Bei gutem Wetter reicht der Blick über das Moseltal bis in den Hunsrück. Hier ist traditionelles Bauernland – im Falle der Landvogts schon in der siebten Generation. Die Verbundenheit mit der östlichen Eifel ist lange gewachsen. Da liegt es nah, auch die eigenen Produkte nicht weltmarktorientiert in den anonymen Großhandel zu geben, sondern sie im Umkreis von bis zu 150 Kilometern überwiegend selbst zu vermarkten. „Wir arbeiten mit den örtlichen Rewe- und Edekahändlern bis nach Bonn, Trier, Simmern und Montabaur zusammen“, sagt Philipp Landvogt, der junge Chef des Familienbetriebs. Darüber hinaus werden Wochenmärkte bedient und es gibt in Mayen – verkehrsgünstig gelegen – einen eigenen Bauernladen. Hier werden zusätzlich Erzeugnisse regionaler Partner verkauft, etwa Eier, Honig, Wein, Säfte oder Obst. Am Hof am Rande des Maifelddorfs Gering selbst ist ein kleines Verkaufsmobil täglich von acht bis achtzehn Uhr für die Kunden zugänglich.
Mit Transparenz für Vertrauen sorgen
Die frischen Kartoffeln gehen überwiegend in kleinen 2,5- bis 10-Kilo-Gebinden an die Kunden. „Das früher übliche Einkellern ist selten geworden, daher haben wir uns auf die modernen Gepflogenheiten eingestellt“, so Landvogt. Um das ganze Jahr über, unabhängig von der eigentlichen Erntezeit, top Qualität anbieten zu können, geschieht die spezielle und schonende Lagerung auf dem Hof. Echt Maifelder Frühkartoffeln Marke Landvogt gibt es ab Juni. „Man muss nicht auf ägyptische oder zypriotische Ware ausweichen, wenn man im Frühsommer frische Kartoffeln haben möchte… wir in der Eifel können das ebenfalls!“ Dank der Kooperation mit einem regionalen Schälbetrieb, der die Kartoffeln auch vorgart und vakuumiert, gelangen Landvogt-Knollen oder Reibekuchenteig auch an Cateringbetriebe und Restaurants wie etwa die St.-Martin-Gastronomie in Ulmen oder die Vulkan Brauerei in Mendig, beide Partner der Regionalmarke EIFEL.
Mehr Aufmerksamkeit für die Klasse regionaler Produkte
„Wir hoffen, mit solchen Partnerschaften auch größeren Abnehmern zu verdeutlichen, dass sie auf die hervorragende Qualität ‚made in Eifel‘ vertrauen können“, zielt Philipp Landvogt auf weitere Kooperationen etwa mit Krankenhäusern oder Pflegeheimen ab. „Das unterstützt nicht nur die Wertschöpfung der Region, sondern hilft dank kurzer Transportwege bei der Einsparung von CO2.“ Generell schaut er positiv in die Zukunft. Denn nicht zuletzt dank einer gewachsenen Sensibilität für Nachhaltigkeit und Regionalität sieht er auch ein steigendes Interesse für die grünen Berufe, oft gerade von jungen Menschen, die keinen eigenen Hof mit in ihre Berufs- und Lebensplanung einbringen können. „Da zählt die Motivation“, weiß Landvogt. Und außerdem: Lebensmittel in der Eifel erzeugen ist vielleicht etwas kostenintensiver… „aber es ist schöner hier“, findet er.









