Regionales Fairtrade auf die leckere Weise
Die Fonk’s Backwaren AG im ostbelgischen St. Vith zeigt, dass der Fairtrade-Gedanke auch im Nahbereich positiv wirkt. Fast alle Zutaten stammen aus der Umgebung, auch Kaffee und Schokolade werden von nahen Lieferanten bezogen, bei denen Vertrauen und nachhaltige Produkte gewährleistet sind. Den Kunden schmeckt’s… und überzeugt die Jury des EIFEL Awards für regionale Wertschöpfung.
Der Familienbetrieb Fonk, handwerkliche Bäckerei in der vierten Generation, steht in Ostbelgien und Luxemburg für erlesene Brote, Brötchen, Kuchen, Torten oder Printen, die vor allem eins sind: ungemein lecker. Doch dahinter steckt viel mehr als „nur“ Bäcker- und Konditorkunst vom Feinsten. Die Fonks haben sich einer besonderen Philosophie verpflichtet. Sie nennen es regionales Fairtrade: „Der besondere ideelle Mehrwert für die Region liegt in unserer konsequenten Unterstützung der lokalen Landwirtschaft und Wirtschaft. Durch den Einkauf bei regionalen Erzeugern wie Landwirt Goffinet (Roggen und Milch) und Lehnertz Eifel (Eier) stärken wir die heimischen Betriebe, sichern Arbeitsplätze vor Ort und tragen zur Lebendigkeit und positiven Entwicklung der gesamten Region bei“, schildert Geschäftsführerin Milena Fonk die runde Sache.
Vertrauen stärken und zugleich unabhängig sein
Im Detail heißt das zum Beispiel: „Roggen ist nicht das einzige regionale Produkt, das wir einkaufen. Die Milch, die wir verarbeiten, stammt ebenfalls vom Hof Goffinet. Um die Haltbarkeit der Milch zu verlängern, wird sie von uns pasteurisiert, d.h. für 15 bis 30 Sekunden auf 72 Grad erhitzt. Im Gegensatz zur UHT-Milch, die ultrahocherhitzt wird, enthält pasteurisierte Milch noch Milchsäurebakterien, die die Verdauung von Milchprodukten erleichtern. Sämtliche bei uns verwendete Butter wird in der Büllinger Butterei hergestellt.“ Die kurzen Lieferwege etwa vom Hof Goffinet zur Bäckerei haben handfeste Vorteile. Sie senken die Transportkosten deutlich, so dass die Backwaren trotz der sehr hohen Qualität eine für Kunden gute Preisgestaltung haben. Auch die Lieferanten werden selbstverständlich fair bezahlt. „Wir kennen unsere Partner sehr genau“, sagt Milena Fonk, „und haben vertrauensvolle, stabile Beziehungen aufgebaut.“ Die konsequente Ausrichtung auf regionales Fairtrade macht das insgesamt 230 Beschäftigte starke Familienunternehmen auch unabhängiger von globalen Turbulenzen.
Soziales Engagement fördert die Identifikation mit der Region
Diese Philosophie wird offen kommuniziert, die Verbraucher wissen, woher die Zutaten für ihre Frühstücksbrötchen, Kaffeestücke oder andere Leckereien kommen. Das stärkt die Kundenbindung. Die Verbundenheit mit den Menschen in Ostbelgien wird auch durch intensives soziales Engagement unterstrichen. Es gibt Rabatte für ausgewählte gemeinnützige Vereine und Projekte. So wird ein Benefizlauf für die Krebshilfe unterstützt, auch die regionalen Tafeln und das Rote Kreuz erfahren konkrete Hilfe. Das Handwerk der Eifel mit seinen Arbeitsplätzen profitiert ebenfalls, denn die Ausstattung von Backstube oder neue Backöfen sind Werk regionaler mittelständischer Betriebe.








