Medaillenregen für Eifeler Gin
Es begann als Hobby für den ehemaligen Bauernpräsidenten Leo Blum aus Niederbettingen in der Vulkaneifel: das Brennen von Gin. Doch daraus wurde eine Erfolgsgeschichte, die – neben anderen Auszeichnungen – nun den EIFEL Award 2025 für vorbildliche regionale Wertschöpfung bekam.
Leo Blum ist kein Mensch, der gern „Däumchen dreht“. Das bewies er bereits als langjähriger Präsident des Bauernverbandes Rheinland-Nassau. Sich auf das so genannte Altenteil des großen Hofes zurückzuziehen, den sein Sohn René vor rund einem Jahrzehnt unter anderem als Energieerzeuger übernommen hatte, kam für ihn nicht in Frage. Es musste etwas Kreatives her, etwas, das gut zum Hof und zur Eifel passt. „Genuss ist hierzulande ja durchaus ein Thema“, sagt er und verrät, dass er selbst gern ab und zu einen sehr guten Tropfen zu sich nimmt. „Ich bin auf das Thema Gin aufmerksam geworden und wusste sofort: Daraus lässt sich hier etwas machen!“ Denn alles, was man dafür braucht, wächst in der Umgebung. Das Holz für den Brennkessel stammt aus den eigenen Wäldern. Ringsum gedeihen Schlehen, Rote und Schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Holunder und Wacholder. Das Wasser der Vulkaneifel ist legendär rein. Auch das Getreide als Grundstoff des Alkohols kommt aus der Eifel beziehungsweise der Großregion. „Also habe ich Schulungen absolviert und so lange experimentiert, bis die Rezepturen stimmten.“
Konzentration auf das Wesentliche
Mit vier Sorten hat sich die Manufaktur von Leo Blum auf Eifel pur fokussiert: Sloe Gin mit Schlehen, Pink Gin mit Himbeeren, Red Berry mit Johannisbeeren und der klassische Dry Gin No. 1. Sie alle sind mehrfach preisgekrönt, etwa mit der Goldenen oder Silbernen Kammerpreismünze, der Silbermedaille der DLG oder der Goldmedaille des China Wine&Spirits Awards. Außer Gin entstehen in kleinen Auflagen Edelbrände und Geist, etwa die unverwechselbare „Efeler Quetsche un Prumme“ oder die Eifeler Quitte. Auch hier wurde die Qualität mehrfach ausgezeichnet. Leo Blum konzentriert sich bei der Vermarktung bewusst auf ausgewählte, inhabergeführte Supermärkte und Restaurants in der zentralen und östlichen Eifel. Denn seine Manufaktur setzt mit ihren wenigen, dafür umso natürlicheren Zutaten bewusst auf Klasse statt Masse.
Überzeugungsarbeit für die Region
Auf die Grüne Woche in Berlin schafft es Blum No. 1 natürlich dennoch. Da wird der Gin made in Niederbettingen zum Eifelbotschafter. „Ich kann mein Netzwerk nutzen, um die genussvolle Seite der Eifel zu präsentieren“, freut sich der ehemalige Bauernpräsident über die gute Resonanz der regionalen Edelspirituosen. Mit nachhaltiger Produktion und authentischer Story überzeugen sie weit über die Eifel hinaus. Und sie locken Besucher an, die Eifel pur entdecken wollen. Bei mehreren Verkostungen pro Woche – entweder für Einzelne oder als Event für kleine Gruppen – zeig






