Autotherm-Kühlung, © Autotherm GmbH & Co. KG

Alte Mission, neue Technik

Autotherm gehört zu den Weltmarktführern für industrielle Kühl- und Räucheranlagen. Das Familienunternehmen setzt in 4. Generation auf Beständigkeit. Der beschauliche Eifelort Waxweiler –25 km entfernt von der Luxemburger Grenze – bietet hierfür ein perfektes Umfeld für das Geschäft um das Haltbarmachen von Fleisch.

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Der Betrieb wurde in den 1940er Jahren von dem studierten Klimatechniker Ludwig Brümmendorf gegründet – im Raum Hameln in Niedersachsen. Auf dem Weg zu einem Luxemburger Kunden übernachtete er damals in Waxweiler. Hier erfuhr er, dass eine größere, neu errichtete Halle zum Verkauf anstand. Es muss Liebe auf den ersten Blick gewesen sein: in den idyllischen Landstrich, in das 1000-Seelen-Örtchen und die Idee, hierher mit seinem jungen Unternehmen umzusiedeln. Anfang der 1950er nahm er mit seiner kleinen Mannschaft in der Eifel die Produktion auf und setzte den Grundstein für seine Wirtschaftswunder-Erfolgsgeschichte.

Damals wie heute die gleiche Mission

Seit der Firmengründung widmet sich das Unternehmen der Haltbarmachung von Fleisch. Neben dem traditionellen Räuchern setzte Brümmendorf schon früh auf Kältetechnik – und das in einer Zeit, in der viele private Haushalte der Eifel noch nicht einmal über Strom geschweige denn eigene Kühltruhen verfügten. Seine Zielgruppe waren damals die handwerklichen Metzgereien. Heute vertraut die Fleischindustrie rund um den Globus auf Qualität, Technik und Erfahrung aus der Eifel. Man passte sich somit der Entwicklung in der Fleischbranche an – und blieb gleichzeitig dem hohen Qualitätsanspruch treu.

Von Waxweiler in die weite Welt

Schon in den 50er Jahren erschloss sich Autotherm Märkte in den USA und Japan. Heute gehen 85% der Anlagen in den Export – per LKW, Schiff und Frachtflieger. Hierzu werden die individuell geplanten Anlagen zunächst in der eigenen Produktionshalle funktionstüchtig aufgebaut und dann für den Transport wieder in paletten- oder containertaugliche Einheiten zerlegt. Ob Mexiko oder Mongolai, ob Ägypten oder Australien – in fast 20 Ländern auf allen Kontinenten hat Autotherm Handelspartner, mit denen man zum Teil schon seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Diese bereiten vor Ort die Geschäfte mit den Industriekunden vor. Geplant, gebaut und vor Ort montiert werden die Anlagen von eigenen Autotherm-Mitarbeitern. Eine Mannschaft von 60 hoch qualifizierten Fachkräften arbeitet Hand-in-Hand – Ingenieure, Metallbauer, Industriemechaniker, Elektriker, Vertriebsfachkräfte.

Die heutigen Anlagen sind mit dem Internet verbunden, sodass die Experten in Waxweiler sich bei Fragen oder Störungen direkt auf die Maschinen in der ganzen Welt einwählen können. Trotz der digitalen Möglichkeiten besuchen Kunden und Partner aus Japan, Russland, Aserbeidschan oder Finnland das Unternehmen auch regelmäßig vor Ort in der Eifel. „Wir haben im Umkreis von zwei Stunden vier Großflughäfen – weltweite Geschäftsreisen sind somit kein Problem“, so der Autotherm-Geschäftsführer.

Brümmendorfs setzen auf Beständigkeit

Mit Torsten Brümmendorf wird das Familienunternehmen heute vom Enkel des Gründers geführt. Und auch dessen Sohn xxx arbeitet bereits im Betrieb und wird diesen in den nächsten Jahren übernehmen. Die Familie fühlt sich der Firma und dem Standort verpflichtet. Stetigkeit und Beständigkeit sind die Säulen des Unternehmens, dessen Geschäft die Haltbarkeit ist. „Seit 2000 Jahren räuchern Menschen bereits Fleisch, um es zu konservieren. Und das ist auch heute noch eine bewährte Methode“, so Torsten Brümmendorf.  Wenn auchgleich sich die technischen Möglichkeiten dank IT und Mikroprozessorsteuerung deutlich weiterentwickelt haben. Vollautomatisiert gesteuert werden auch andere in Waxweiler hergestellte Anlagen wie Auftauanlagen, Koch- und Backanlagen oder Intensivkühlanlagen. Die selbst entwickelte Software hierzu regelt Temperaturen, Luftfeuchte oder Durchlaufzeiten.

Viel Platz für große Anlagen

2008 investierte Autotherm eine Million Euro, um die Produktionsflächen für die wachsenden Aufträge auf nunmehr 6000 qm zu erweitern. Zudem sind auch die Größen der Anlagen im Laufe der Jahre gewachsen. Aktuell montieren die Produktionsmitarbeiter in der Halle eine 20 Meter lange und 6 Meter hohe Anlage, die demnächst ihre Reise nach Japan antritt.

„Da jede Anlage individuell geplant und gebaut wird, ist die Arbeit bei uns immer wieder neu und spannend“ so Brümmendorf. Heute wie vor 80 Jahren ist in der Produktion daher noch sehr viel handwerkliche Arbeit gefragt: Metaller schneiden, schweißen und kanten die Bleche für die Gehäuse.  Anlagenmechaniker kümmern sich um Hydraulik, Dampf und Pneumatik. Elektroniker programmieren die Steuerung. So bodenständisch entsteht Eifeler Wertarbeit für internationale Märkte. In China sei ‚Autotherm‘ sogar schon zum Gattungsbegriff für Auftauanlagen geworden – so wie Jeep für Geländewagen oder Uhu für Klebstoffe.

Wir fühlen uns als Familie auch in 4. Generation der Firma und dem Standort verpflichtet.

Torsten Brümmerdorf - Geschäftsführer

Autotherm Ludwig Brümmendorf GmbH & Co. KG

Luxemburger Str. 39
54649 Waxweiler
Telefon: 06554 92880

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