Platten

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Einige Historiker vermuten, dass sich der Ortsname „Platten“ von dem altdeutschen Plattinaha (Plattenwasser) ableitet. Andere Geschichtsschreiber gehen davon aus, dass „Platten“ aus dem Lateinischen „ad platem“ – Ort an der Straße – abgeleitet wurde. Diese These wird erhärtet durch die Tatsache, dass die Römerstraße Trier-Mittelrhein an Platten vorbeiführte und noch heute die Gemarkungsgrenze zwischen Altrich und Platten bildet. Daraus könnte man folgern, dass Platten möglicherweise bereits vor dem 5. Jahrhundert gegründet wurde. Das tatsächliche "Alter" der kleinen Ortsgemeinde ist jedoch nicht sicher belegt. Einige Sagen und lustige Anekdoten ranken sich um Platten, eine der bekannstesten ist die Geschichte vom Däwel. Bis 1793 mussten die Plattener zum Kommunion- und Firmunterricht sowie zum Sonntagsgottesdienst einen 4 km langen Fußweg ins benachbarte Altrich auf sich nehmen. Der rund 8 km lange Hin- und Rückweg zum Gottesdienst bereitete den Plattenern durstige Kehlen, die beim „Däwel“ (im heutigen Anwesen Nikolaus Schmitt) zünftig mit Wein befeuchtet wurden. Inspiriert durch die überlieferte Anekdote des "Deiwels" führte das Plattener Urgestein Heinz Herges Anfang der 80er Jahre den original Plattener Teufelsbraten ein, der auf der Grundlage einer speziell in Auftrag gegebenen Gewürzmischung hergestellt wird. In seiner Sitzung am 20.03.1986 beschloss der Gemeinderat Platten auf Anregung von Heinz Herges, mit einem Flyer erstmals in größerem Stil für den Teufelsbraten zu werben - es wurden 5.000 Flyer in Auftrag gegeben. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Ortsgemeinde zukünftig das „original Plattener Teufelsbratengewürz“ über eine Firma aus Hamburg bezieht und vermarktet. Dieser Beschluss hat bis in die heutige Zeit Gültigkeit. Der Plattener Teufelsbraten wird seit Anfang der 80er Jahre regelmäßig auf Dorffesten angeboten, insbesondere an den Tagen der offenen Weinkeller, die jedes Jahr von Christi Himmelfahrt bis zum nachfolgenden Sonntag stattfinden. In der Straußwirtschaft Neukirch steht er auf der Speisekarte und wird von den Plattener Winzern serviert.

Ort

Platten

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Ortsgemeinde Platten
Zum Wiesental 6
54518 Platten

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Fintenkapelle, © Wikepedia

Bergweiler

Bergweiler liegt rund 6 km von der Kreisstadt Wittlich entfernt. Sehenswert sind hier die Fintenkapelle, eine Votivkapelle für kranke Kinder (17. Jahrhundert) sowie der Werthelstein südlich des Ortes, ein Quarzitfelsen und lohnenswerter Aussichtspunkt. Sehenswürdigkeiten Im Eifel-Heimat-Museum (Kirchstraße 3) werden landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge des 19. Jahrhunderts gezeigt. Im Mittelpunkt des Museums steht ein Ölgemälde, das eine der vielen Legenden zur Geschichte der Wittlicher Säubrennerkirmes darstellt. Das vermutlich größte Ölgemälde in Rheinland-Pfalz wurde von Otto Frankfurter gemalt. Der Werthelstein (auch Wedelstein oder Würstelstein, mundartlich Werdelsteen) ist ein pfeilerartiger, isolierter Felsblock von etwa zwei auf drei Meter Querschnitt mit relativ glatten Flächen. Er steht an der Banngrenze , wo sie den alten Weg von Bergweiler nach Dreis überquert. Der Sage nach ist er ein Opferstein . Seit 1940 ist es ein Naturdenkmal . Fintenkapelle: Kleine Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert außerhalb des Ortes.