Dreis

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Mit Weinbau, der Dreiser Mineralquelle, der 1755-1756 erbauten Pfarrkirche St. Martin und dem 1774 aus rotem Sandstein errichteten Barockschloß lädt Dreis zum Verweilen ein. Die kleine Ortsgemeinde Dreis liegt zudem in dem einzigartigen Landschaftsschutzgebiet Meulenwald. Mit ca. 15000 Hektar bietet dieser Erholung pur und eine weitgehend unberührte Natur. Von Dreis aus können Sie den Meulenwald auf 9 örtlichen Wanderwegen, markiert entsprechend der Wanderkarte Nr. 24 "Wittlicher Land" des Eifelvereins, erkunden. Wer lieber per Rad unterwegs ist, dem bietet Dreis den idealen Anfangspunkt für eine Radtour z.B. auf dem Maare-Mosel-Radweg, der die Vulkanlandschaft in der nördlichen Eifel mit dem Moseltal verbindet oder entlang der Salm von Dreis nach Klüsserath an die Mosel.

Dreis zählt zu den ältesten Orten des Wittlicher Landes. Der Ort trägt seinen Namen nach dem Sauerbrunnen (= Drees), der im Ortskern am ehemaligen Stierstall zu finden ist. Dreis, ein königliches Gut („fisci“), wurde vom Bruder Karls des Großen, Karlmann I., zum Ende des 8. Jahrhunderts, dem Kloster Echternach an der Sauer geschenkt. Eine Abschrift der Schenkungs-Urkunde befindet sich im goldenen Buch („Liber aureus“) der Abtei Echternach, das heute in Gotha aufbewahrt wird. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Dreis landesherrlich zur Abtei Echternach und war damit luxemburgisches Gebiet. Im späten Mittelalter war die Grundherrschaft zu Dreis eine Besitzung der Abtei Echternach und stand unter der Vogtei der Herren von Esch, später der Grafen von Manderscheid-Kail. Die Abtei hatte im Jahr 1639 einen Streit mit den Bauern zu Dreis, welche die Gerichtsbarkeit für sich in Anspruch nahmen. Es kam zu einem Prozess vor dem Reichskammergericht zu Speyer. Erst 1673 erfolgte das Urteil, in dem der Abtei Echternach die landesherrliche Obrigkeit über Dreis zugesprochen wurde. Im Jahr 1712 hatte der Echternacher Abt einige Neuerungen eingeführt, die Dreiser Bauern riefen daraufhin die Niederrheinische Ritterschaft zur Hilfe und behaupteten, ein freies Reichsdorf zu sein. Der Abt wandte sich erneut an das Reichskammergericht, das den Dreiser Bauern Gehorsam gegen ihren Herrn befahl. Die Landeshoheit der Abtei war auch sonst nicht unangefochten. Kurtrier hatte 1602 den vergeblichen Versuch gemacht, sich als Landesherrn huldigen zu lassen. Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt, von 1798 bis 1814 gehörte Dreis zum Kanton Wittlich im französischen Saardepartement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen kam die Region 1815 zum Königreich Preußen, die Gemeinde Dreis wurde 1816 dem Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Seit 1946 ist die Gemeinde Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Ort

Dreis

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Gemeindebüro Dreis
Kirchstraße 22
54518 Dreis
Telefon: (0049) 6578 7249

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Fintenkapelle, © Wikepedia

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Bergweiler liegt rund 6 km von der Kreisstadt Wittlich entfernt. Sehenswert sind hier die Fintenkapelle, eine Votivkapelle für kranke Kinder (17. Jahrhundert) sowie der Werthelstein südlich des Ortes, ein Quarzitfelsen und lohnenswerter Aussichtspunkt. Sehenswürdigkeiten Im Eifel-Heimat-Museum (Kirchstraße 3) werden landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge des 19. Jahrhunderts gezeigt. Im Mittelpunkt des Museums steht ein Ölgemälde, das eine der vielen Legenden zur Geschichte der Wittlicher Säubrennerkirmes darstellt. Das vermutlich größte Ölgemälde in Rheinland-Pfalz wurde von Otto Frankfurter gemalt. Der Werthelstein (auch Wedelstein oder Würstelstein, mundartlich Werdelsteen) ist ein pfeilerartiger, isolierter Felsblock von etwa zwei auf drei Meter Querschnitt mit relativ glatten Flächen. Er steht an der Banngrenze , wo sie den alten Weg von Bergweiler nach Dreis überquert. Der Sage nach ist er ein Opferstein . Seit 1940 ist es ein Naturdenkmal . Fintenkapelle: Kleine Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert außerhalb des Ortes.